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Cusanus-Kongress in Ascoli Piceno
Auch Trierer Schüler erörterten in der italienischen Partnerstadt das Wirken des Philosophen

Bild: Cusanus-Kongress in Ascoli Piceno
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Der europaweiten Bedeutung des Denkens von Nicolaus Cusanus verleiht das 50jährige Bestehen der Städtefreundschaft von Trier und Ascoli Piceno einen lebendigen Akzent. Gemeinsam mit der Stadt Ascoli veranstaltete das Institut für Cusanus-Forschung den wissenschaftlichen Kongress „Der Mensch und die Unendlichkeit im Denken des Nicolaus Cusanus“.

Als Kooperationspartner fungierten der Philosophiehistoriker Dr. Cesare Catà, ferner das Istituto Superiore di Studi Medievali „Cecco d’Ascoli“, das Istituto Superiore di Scienze Religiose „Mater Gratiae“ und die neu gegründete Organisation zur Förderung der städtepartnerschaftliche Beziehungen „Sant’Emidio nel mondo“. Den Kongress eröffnete der Vizebürgermeister von Ascoli, Dottore Andrea Maria Antonini, zugleich Dezernent für Kultur, Tourismus und Städtepartnerschaften. Seine Rede unterstrich unter dem europäischen Gesichtspunkt die kulturelle Bedeutung des Nikolaus von Kues.

Die Stadt Ascoli erlebte zwischen Humanismus und Renaissance, besonders in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, eine kulturell sehr fruchtbare Phase, in der sich eine neue Idee der Realität durchsetzte. Im Zuge der neuen anthropozentrischen Theorien erstarkte auch das Interesse für intellektuelle Aktivitäten, die sich in Werken von Schriftstellern und Denkern der Region niederschlugen.

Wie Kirstin Zeyer (Cusanus-Institut) in ihrem auf die Bedeutung der Naturwissenschaft konzentrierten Vortrag hervorhob, erwies sich Cusanus’ Studium in Padua als grundlegend für den Erwerb jener astronomischen und perspektivischen Kenntnisse, die seinem Unendlichkeitsbegriff zugrunde liegen. Ein Novum für das Cusanus-Institut stellte die Kopplung des wissenschaftlichen Kongresses mit dem Schüleraustausch Trier-Ascoli dar. Für das Gelingen sorgte in erster Linie das engmaschige Netz von Vor- und Nachbereitungen, die maßgeblich von Dr. Harald Schwaetzer und August Herbst (Cusanus-Institut) konzipiert und unter Beteiligung der Lehrkräfte von fünf Gymnasien sowie weiterer Mitarbeiter des Cusanus-Instituts in den Schulen, in Bernkastel-Kues, im Institut für Cusanus-Forschung und in Ascoli durchgeführt wurden.

Insgesamt 21 Schüler von den Trierer Gymnasien Friedrich Wilhelm, Friedrich Spee, Auguste Viktoria, Angela Merici sowie Hindenburg reisten in Begleitung der Lehrer Wolfgang Meter (FSG), Dr. Birgit Auernheimer (HGT) und Martina Bretz (FWG) nach Ascoli, wo sie in Gastfamilien untergebracht wurden.

Für den reibungslosen Ablauf der gesamten Organisation sorgten federführend die Vizepräsidentin der Ascoli Piceno-Trier-Gesellschaft, Bettina von Engel, die über Jahrzehnte den Schüleraustausch geleitet hat, sowie Triers Ehrenbriefträger Dr. Giovanni Cipollini, Direktor für Kultur und Tourismus der Partnerstadt, der seit 25 Jahren unzählige deutsch-italienische Begegnungen ermöglicht hat. Der Schüleraustausch wurde von der Ascoli Piceno-Trier-Gesellschaft gefördert.







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