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„Eine andere Welt“
Die „Quintana“ von Ascoli Piceno

Bild: Die Quintana von Ascoli Piceno
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Er sei in eine „ganz andere Welt eingetaucht“, fasste Oberbürgermeister Klaus Jensen seine Eindrücke als aktiv Mitwirkender bei der „Quintana“ von Triers italienischer Partnerstadt Ascoli Piceno zusammen.Zu den spannenden Reiterwettkämpfen gehört ein großer Umzug, bei dem 1500 Mitwirkende – stilvoll in mittelalterliche Roben gekleidet – vom Hauptplatz der Stadt, der grandiosen Piazza del Popolo, zum Quintana-Stadion ziehen.

Wenn hier bei den spannenden Rennen nach rund zwei Stunden entschieden ist, welcher der sechs historischen Stadtteile die imageträchtige Siegesfahne des „Palio“ gewonnen hat, bewegt sich der schier endlose Festumzug mit seinen würdebewussten Magistratsabordnungen, edlen Damen, stolzen Rittern, Fahnenschwingern und sonstigen Figuren mittelalterlichen Lebens zurück zum historischen Rathaus. Dann dröhnen wieder die Trommeln der verschiedenen Fußgruppen im immer gleich bleibenden Rhythmus durch die Gassen der Stadt, künden die Fanfaren von einem einzigartigen Spektakel, das mit seiner Farbenpracht und Ästhetik die Mitwirkenden, aber auch Tausende von Zuschauern längs des Weges, in seinen Bann zieht. Daran teilzunehmen ist für alle Beteiligten ehrenvoll und mit Stolz verbunden, wie er in vielen Gesichtern geradezu greifbar zum Ausdruck kommt.

Die Einladung Ascolis an Trier, bei der Quintana mit Repräsentanten der Moselstadt vertreten zu sein, war ein besonderes Geschenk der Italiener aus Anlass des 50jährigen Bestehens der Städtefreundschaft. Neben der offiziellen Trierer Delegation waren mit der Ascoli Piceno-Trier-Gesellschaft und dem Bachchor zwei Bürgergruppen in die Stadt am Tronto gereist. Hier wurde das Jubiläum – neben der Quintana – mit einem Festakt im historischen Rathaus, einem Konzert und einem Festgottesdienst im Dom sowie einem Empfang im wunderschönen „Teatro Ventidio Basso“, in dem vor 50 Jahren die Städtefreundschaft erstmals besiegelt wurde, gefeiert.

Die Quintana findet jedes Jahr Anfang August zu Ehren des Stadtpatrons von Ascoli, dem Heiligen Emygdius, statt. Sant’ Emidio kam zu römischer Zeit aus Trier über Mailand und Rom als erster christlicher Bischof nach Ascoli, wo er um 303 den Märtyrertod starb. Der Heilige aus Trier gehört, so Ascolis Bürgermeister Piero Celani, „zu den Wurzeln unserer Stadt“. Er ist zugleich der Urvater einer deutsch-italienischen Städtefreundschaft, die in Ascoli ihr 50jähriges Bestehen im Zeichen eines herzlichen europäischen Miteinanders feierte. La.







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