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Viva l’amicizia Ascoli Piceno - Trier!
Italienische Partnerstadt feierte 50jähriges Bestehen der Städtefreundschaft mit der Moselmetropole

Bild: Viva l'amicizia Ascoli Piceno - Trier!
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Mit einem Festakt im historischen Palazzo dei Capitani, dem Rathaus von Ascoli Piceno, hat Triers italienische Partnerstadt am vergangenen Wochenende an das 50jährige Bestehen der Städtefreundschaft erinnert. Ascolis Bürgermeister Piero Celani sagte, die Vision der europäischen Völkerverständigung habe beim Zustandekommen der Städtepartnerschaft vor 50 Jahren Pate gestanden. Auch wenn sich Europa derzeit stark verändere, werde die kommunale Brücke über die Alpen bestehen bleiben. Man fühle sich mehr verbunden denn je. Celani hatte die Gäste aus Trier in deutscher Sprache willkommen geheißen. Zahlreiche Ascolaner Bürgerinnen und Bürger wohnten der feierlichen Zeremonie bei, die mit Fanfarenklängen und Chören musikalisch umrahmt wurde.

Oberbürgermeister Klaus Jensen sagte, viele der mit der Städtepartnerschaft gehegten Erwartungen und Hoffnungen hätten sich erfüllt. Vor allem durch den Schüleraustausch sei es zu ungezählten Begegnungen gekommen. Es sei ein „Glück, in einem vereinigten Europa in Frieden miteinander zu leben und sich begegnen“ zu können. Seinen Dank brachte Jensen auch mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt zum Ausdruck.

Ascolis Bischof Silvano Montevecchi ging in seiner Rede auf die religiösen und kulturellen Ursprünge der Städteverbindung ein. Zudem bezog er zu historischen und aktuellen Fragen der Beziehungen zwischen Europa und dem Christentum Stellung.

Triers OB war an der Spitze einer offiziellen Delegation, der die Stadtvorstandsmitglieder Ulrich Holkenbrink und Simone Kaes-Torchiani sowie Repräsentanten der im Stadtrat vertretenen Fraktionen angehörten, in die Stadt am Tronto gereist. Begleitet wurde er von einer Gruppe der Ascoli Piceno-Trier-Gesellschaft mit deren Präsident Hartmut Gürke und Mitgliedern des Trierer Bach-Chores, der unter Leitung von Martin Bambauer im Dom von Ascoli ein Konzert gab. Das Vokalensemble hatte auch die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes am Sonntagmorgen übernommen. Die feierliche Messe wurde von Bischof Montevecchi und dem Trierer Weihbischof Stephan Ackermann zelebriert.

Beim Empfang der Stadt im klassizistischen Teatro Ventidio Basso kehrten die Delegationsmitglieder an jenen Ort zurück, an dem im Januar 1958 bei einem Treffen zwischen dem damaligen Ascolaner Bürgermeister Serafino Orlini und seinem Trierer Amtskollegen Dr. Heinrich Raskin nach vielen vorbereitenden Schritten der Gedanke einer Städtepartnerschaft erstmals in einer Freundschaftserklärung offiziell umgesetzt wurde. Zu den Höhepunkten des Jubiläumsprogramms zählte der Besuch des „Quintana“-Reiterwettbewerbs, bei dem Ascolis historische Stadtteile um die Siegesfahne des „Palio“ kämpfen. Bei den farbenprächtigen Umzügen zogen OB Jensen und Beigeordnete Kaes-Torchiani in mittelalterlichen Magistratsroben sowie Andrea Lanfer von der Ascoli Piceno-Trier-Gesellschaft als „Dame der Quintana“, umrahmt vom ununterbrochenem Trommelschlag der Fußgängergruppen, mit durch die Stadt. Die außergewöhnliche Mitwirkung gilt als besondere Geste der Freundschaft gegenüber der Partnerstadt.

Auch OB Jensen wollte sein Gastgeschenk, eine von Bürgern in Trier selbst hergestellte und gesponserte Parkbank, symbolisch als „Ort möglichst vieler Begegnungen von Menschen aus unseren beiden Städten und der ganzen Welt“ verstanden wissen. Am Rande des Treffens wurde bekannt, dass sich in Ascoli Piceno die Organisation „Sant. Emidio nel mondo“ mit dem Ziel gegründet hat, die städtepartnerschaftlichen Beziehungen weiter zu vertiefen. Wie vor 50 Jahren wurden die Trierer zum Jubiläum mit großer Herzlichkeit empfangen und betreut. Schon vor der offiziellen Jubliäumsfeier kam es in der vergangenen Woche bei den „Trier-Tagen“ in Ascoli zu einem regen Gedankenaustausch. Dabei präsentierte eine Delegation unter Leitung von Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink musikalische und kulinarische Spezialitäten aus der Moselmetropole.

Das 50jährige Bestehen der Städtefreundschaft wird in Trier am letzten Augustwochenende gefeiert. Hierzu werden auch offizielle Repräsentanten der Stadt Ascoli, darunter der Ehrenbriefträger Giovanni Cipollini, erwartet. La.

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