Ascoli Piceno




Quintana Ritterspiele

Begegnung mit dem Mittelalter

Bild: Quintana Ritterspiele Zu den Ereignissen, die sich nicht mit Worten beschreiben lassen, sondern jeder selbst miterlebt haben muss, gehört die Quintana in Triers italienischer Partnerstadt Ascoli Piceno. Es handelt sich dabei um historische Ritterspiele, die sich bis gegen Ende des 14. Jahrhunderts zurückverfolgen lassen. Doch erst in den zurückliegenden Jahrzehnten hat die Quintana mit der Übernahme des strengen Regelablaufs eine erfolgreiche Wiederbelebung erfahren. Teile der spannenden Reiterwettkämpfe im Stadion, bei dem sechs historische Stadtteile um den „Palio”, eine Siegesfahne aus Seide, wetteifern, werden sogar live im italienischen Fernsehen übertragen. Die lebendige Begegnung mit dem Mittelalter hat sich zum Markenzeichen der Stadt entwickelt.

Ästhetische Farbsinfonie

Bild: Quintana Ritterspiele Davon konnten sich auch die Mitglieder der Ascoli Piceno-Trier-Gesellschaft, an ihrer Spitze Präsident Hartmut H. Gürke, überzeugen, die dem grandiosen ästhetischen Spektakel am ersten August-Wochenende in der 60000 Einwohner zählenden Stadt am Tronto beiwohnten. Neben den spannungsgeladenen und emotionalen Wettkämpfen bleiben die unermüdlich einhämmernden Rhythmen der Trommeln und die Klänge der Fanfarenbläser ebenso unvergessen wie die bezaubernde Farbsinfonie der herrlichen Kostüme. Denn zum faszinierendsten Teil der Quintana gehört vor und vor allem nach dem Rennen der lange Festumzug durch die pittoreske Altstadt. Wie ein Lindwurm zieht sich dieser Rausch des Mittelalters durch Straßen und Gassen und über einmalig schöne Plätze. Zehntausende säumen diszipliniert den Weg und feiern den Zug begeistert mit.

Ernst und würdevoll

Bild: Quintana Ritterspiele Knapp 2000 Statisten aus den verschiedenen Stadtteilen gestalten dieses farbenfrohe Spektakel. Sie alle sind in edle Gewänder, mittelalterliche Kostüme aus Samt- oder Damaststoffen oder stilecht nachempfundene Uniformen gekleidet. Die Zeremonie ist von großer Ernsthaftigkeit geprägt. Die lieblichen Hofdamen mit ihren Edelfräulein, die stolzen Ritter mit ihren Knappen, aber auch die Vertreter der Zünfte oder des Magistrats sind sich demonstrativ ihrer Würde bewusst.

Daneben komplettieren Ascolis weltweit gerühmte Fahnenschwenker mit atemberaubendem Können das grandiose Geschehen, das sich über mehrere Stunden erstreckt und schon am Vorabend mit der traditionellen bischöflichen Kerzenweihe und einer offiziellen Proklamation beginnt.

„Wir können uns glücklich schätzen, eine so herrliche Stadt mit diesem einmaligen Fest als Partnergemeinde in Italien zu haben”, zog Hartmut H. Gürke die Bilanz der Reise, die neben Besichtigungen auch einen Kurzaufenthalt in San Benedetto an der nahe gelegenen Adria-Küste umfasste. Gürke kündigte für 2004 eine weitere Reise zur Quintana an.

Hans-Günther Lanfer


WebSite:
 

www.comune.ascoli-piceno.it
(Stichwort: Quintana)






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